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01.06.2019Ergebnisse der Enquete Kommission – Landesbeirat Holz Berlin/Brandenburg überzeugt Entscheidungsträger

Die Enquete-Kommission zur “Zukunft der ländlichen Regionen vor dem Hintergrund des demographischen Wandels” hat ihren Abschlussbericht in der 38. Sitzung des Gremiums am 5. April 2019 ohne Gegenstimmen angenommen.

Die Kommission als politisches Gremium erarbeitet in Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteuren aus der Wirtschaft und Sachverständigen, Handlungsempfehlungen für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Entwicklung der ländlichen Regionen in Brandenburg.

Einer der Themenschwerpunkte war: "Wertschöpfung der Forstwirtschaft im ländlichen Raum". Der vollständige Bericht wird der Landtagspräsidentin übergeben und hat Einfluss auf die politische Willensbildung und die Entwicklungen in den kommenden Jahren.

Der Landesbeirat konnte die Wichtigkeit des Clusters Holz- und Forstwirtschaft mit seinen etwa 35.000 Beschäftigten für die regionale Wertschöpfung herausarbeiten. In Brandenburg gibt es etwa 100.000 Privatwaldbesitzer. Die Potentiale für eine erhöhte Holzmobilisierung und Nutzung des Rohstoffes Holz aus dem Privatwäldern wurde herausgearbeitet – hier existieren noch Potentiale. Die regionale Wertschöpfung in der Holzbereitstellung und damit verbunden der verarbeitenden Holzindustrie kann somit gesteigert werden.

Der Landesbeirat Holz konnte die Parlamentarier in einer der Anhörungen davon überzeugen, dass die regionale Forst- und Holzwirtschaft entscheidende Impulse für die Entwicklung des ländlichen Raumes geben kann. Empfehlungen zur Weiterentwicklung der regionalen Forst-, Holz- und (Holz)Bauwirtschaft in Brandenburg werden von der Kommission in weiterführende Handlungsempfehlungen für die Politik übertragen.

Zu den Ergebnissen und Handlungsempfehlungen für die Landesregierung gehören:

  • Förderung der regionalen Wertschöpfung in der Forst- und Holzwirtschaft
  • Initiierung einer landeseigenen Strategie „Forst-und Holzwirtschaft“
  • Novellierung der Landesbauordnung zur Erleichterung des (mehrgeschossigen) Holzbaus
  • Prüfung ob das Cluster Forst in die Innovationsstrategie des Landes mit aufgenommen wird
  • Staatliche Dienstleistungen durch die Forstverwaltung sollen für Privatwaldbesitzer bis 100 ha und Forstbetriebsgemeinschaften erhalten bleiben
  • Handlungsfähigkeit der Forstämter soll durch ein Personalkonzept sichergestellt werden
  • Nutzung von regionalen Rohstoffen - Holzmobilisierung vor allem im Privatwald und den Bergbaufolgelandschaften der Lausitz soll erhöht werden
  • Wirtschaftliche Vorrangstellung der Kiefer (Pinus sylvestris) besteht auch künftig weiter
  • Einbringung der Douglasie (Pseudotsuga menziesii) auf geeigneten Standorten als Mischbaumart und vielversprechende Wirtschaftsbaumart

Die konkreten Empfehlungen des Landesbeirates finden Sie in diesem Artikel vom 18.01.2019. Einen Auszug zum Bericht mit konkreten Handlungsempfehlungen für die Forst- und Holzwirtschaft finden sie hier.

Wir hoffen, das die forcierten Handlungsempfehlungen zu einer positiven Entwicklung in Brandenburg beitragen und zeitnah umgesetzt werden.