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24.04.2019Erfolgreicher Auftakt des Holzbau Netzwerks Berlin: Die Stadt von morgen heute denken

Holzbaunetzwerk - Neue interdisziplinäre Plattform in Berlin

Der Holzbau erobert die Hauptstadt. Am 21. März beschloss das Berliner Abgeordnetenhaus, die Metropole an der Spree künftig zum Holzbau-Zentrum machen zu wollen. Die Branche vor Ort ist bereits aktiv: Am Vorabend beging ein interdisziplinäres Netzwerk seine Auftaktveranstaltung.

Über 120 Teilnehmer aus Industrie, Handwerk, Baugewerbe, Planung sowie Vertreter öffentlicher Institutionen und Investoren aus dem Bereich des nachhaltigen Bauens trafen sich am 20. März 2019, um über die Chancen und Entwicklungen des urbanen Bauens mit Holz in der Hauptstadt zu diskutieren. Fortan wird das Holzbau Netzwerk Berlin zu drei bis vier Abendveranstaltungen im Jahr einladen.

"Der Holzbau gewinnt in Berlin an Bedeutung und trägt mit innovativen Bausystemen dazu bei, dringend notwendigen Wohnraum klima- und ressourcenschonend zu schaffen", sagt Andreas Lerge, Projektentwickler und Holzbauberater. Gemeinsam mit Ingenieurin Christina Reimann (Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V.), Architekt Tobias Müller-Nischwitz (WUB-WohnenUeberBerlin) und Tragwerksplaner Matthias Keil (wh-p GmbH Beratende Ingenieure) gründete der Geschäftsführer von Wood Real Estate das Netzwerk.

"Die industrielle Vorfertigung, die kurzen Bauzeiten sowie die hohe Energieeffizienz und ökologische Bauweise machen den Holzbau für Bauherren, Architekten und Planer zunehmend attraktiv", erklärt Reimann. Entsprechend groß ist der Informationsbedarf. In der Metropolregion Berlin fehlten entsprechende Plattformen bislang jedoch. Diese Lücke möchte das Holzbau Netzwerk Berlin schließen.

Zum Auftakt lieferte das Forum mit vier Impulsreferaten einen Überblick über den Stand und die Möglichkeiten des Bauens mit Holz im städtischen Raum. Andreas Otto, Mitglied des Abgeordnetenhauses und Sprecher für Baupolitik von Bündnis 90/ Die Grünen, erläuterte die Bestrebungen der Berliner Politik, den Holzbau voranzutreiben. Bisher liegt Berlin im Vergleich der deutschen Metropolregionen weit hinten. Mit Änderung der Landesbauordnung im vergangenen Frühjahr, kann nun jedoch auch in der Hauptstadt vereinfacht mehrgeschossig mit Holz gebaut werden.

Raoul Bunschoten, Professor für Städtebau und nachhaltige Stadtentwicklung an der Technischen Universität Berlin, skizzierte in seinem Vortrag den "intelligenten Holzbau" und seine Vision von einem "Wohnen für alle" anhand einer gläsernen Manufaktur in einem Hangar des Flughafens Tempelhof. Über welches Leistungspotenzial Holz im Hochhaussektor verfügt, belegen Projekte aus Nordamerika, die Sebastian Fischbeck, Mass Timber-Spezialist aus Washington (USA), vorstellte. Herr Fischbeck ist Experte zum Thema Hochbau in Holzbauweise in den USA. Er arbeitet aktuell an großvolumigen Bauprojekten und unterrichtet Studenten zum Thema Holzbau und Architektur. Wolfram Eilbacher, Lehrbeauftragter an der Hochschule Eberswald und Jeonsuu (Finnland), widmete sich in seinem Vortrag den Ressourcen. Grundsätzlich sei genügend Holz für die steigende Bauholznachfrage in Deutschland vorhanden. Die Forstwirtschaft müsse angesichts der sich veränderten Umweltbedingungen aber die entsprechenden Weichen stellen.

Insgesamt biete der Holzbau großes Potenzial für Berlin und die Region, so das Fazit der Referenten. Im Anschluss an ihre Vorträge stand der Austausch zwischen Teilnehmern und Referenten im Mittelpunkt. Mit ihrem Veranstaltungsformat möchten die Organisatoren die Vernetzung der Branchen fördern und vor allem auch der jungen Generation Kontaktmöglichkeiten bieten.

Hintergrund

Das Holzbau Netzwerk Berlin wurde 2018 von Andreas Lerge, Geschäftsführer von Wood Real Estate, Christina Reimann (Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V.), Tobias Müller-Nischwitz (WUB-WohnenUeberBerlin) und Matthias Keil (wh-p GmbH Beratende Ingenieure) gegründet. Als Plattform soll das Netzwerk Kooperationen unter den Akteuren im Handwerk, Baugewerbe, Planung, in öffentlichen Institutionen und Investoren im Bereich des nachhaltigen Bauens mit Holz ausweiten und fördern.  

Der Landesbeirat Holz Berlin-Brandenburg e.V. bietet dem Netzwerkteam als Veranstalter die Struktur zum Management des Netzwerks. Weitere Projektpartner sind Renggli Deutschland GmbH, Velux Deutschland GmbH, Wood Real Estate, WUB Wohnen Ueber Berlin sowie der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V.

Pressekontakt

Holzbau Netzwerk Berlin

c/o Landesbeirat Holz Berlin-Brandenburg

Andreas Lerge

Lindenstr. 34a

14467 Potsdam

Telefon: +49 152 04342710

E-Mail: holzbaunetzwerk@lbholzbb.de

Internet: www.holzbaunetzwerkberlin.com