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10.07.2020Eberswalde beschließt Holzbauoffensive

Seit einigen Jahren wirbt die Stadt Eberswalde mit einem Herz für das Leben, Wohnen und Arbeiten in der Stadt. Reisende kennen das Herz bereits in großformatiger Aufmachung von den Berliner S-Bahnhöfen. Das Herz vermittelt, Eberswalde stehe unter anderem für Wald, Vielfalt, die Hochschule für Nachhaltigkeit, den O-Bus – und eben für Holz. Jetzt haben die Stadtverordneten von Eberswalde eine Holzbauoffensive beschlossen. Die Beschlussvorlagen können Sie hier einsehen.

Die Stadt verfügt bereits über zahlreiche Bauten in Holz- bzw. Holzhybridbauweise. 1937 ließ die hiesige Hochschule das „Haus der Deutschen Waldarbeit“ errichten. Aufgrund der beispielhaften Holzverwendung erregte das Gebäude viel Aufsehen und wurde in der Zeitschrift „Bauwelt“ beschrieben, heute steht es unter Denkmalschutz. Mit einem Fahrradparkhaus in Holzbauweise am Eberswalder Hauptbahnhof entsteht derzeit ein weiteres Leuchtturmprojekt. Die am 25. Juni beschlossene Holzbauoffensive soll nun der Verbesserung des Klimaschutzes dienen, den Einsatz nachwachsender Rohstoffe beim Bauen erhöhen sowie die regionale Wertschöpfung verbessern.

Konkret hat die Verwaltung der Stadt den Auftrag, bei Sanierung, Neubau und Erweiterung von Gebäuden der Stadt, insbesondere bei Kindertagesstätten, Kindergärten und Schulen, in verstärktem Maße Baustoffe aus nachwachsenden Rohstoffen einzusetzen, beziehungsweise diese Gebäude in Holz- oder Holz-Hybridbauweise zu errichten. Des Weiteren wird die Verwaltung beauftragt, einen Vorschlag für eine mögliche Konzeptvergabe von Grundstücken zu erarbeiten. Dabei soll unter anderem der Einsatz von Holz sowie anderen regionalen und nachwachsenden Rohstoffen in die Wertung der Angebote einfließen. Für den Individualbau wird beim ersten Gespräch die Informationsbroschüre „Nachhaltiges Planen, Bauen und Sanieren in Eberswalde“ übergeben. Eberswalde will so eine Vorreiterrolle beim Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen im Land Brandenburg einnehmen.

Unmittelbar vor der Beschlussfassung hatte die Stadtverwaltung einen Realisierungswettbewerb für den Neubau eines Hortgebäudes in Holzbauweise ausgelobt. Das Gebäude soll zum Schuljahresbeginn 2022 in Betrieb gehen und Raum für 150 Kinder bieten. Ein Preisgericht wird die eingereichten Arbeiten bewerten. Im November 2020 soll die Öffentlichkeit mit einer Ausstellung über das Ergebnis des Wettbewerbs informiert werden.