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29.07.2020Neue Brandenburger Bauordnung: Landesbeirat begrüßt Initiative, Bauen mit Holz voranzubringen

Der am 14. Juli 2020 vom Kabinett beschlossene Gesetzesentwurf zur neuen Bauordnung soll als Teil einer im Koalitionsvertrag vereinbarten Holzbauoffensive das Bauen mit Holz in Brandenburg deutlich voranbringen. Der Landesbeirat Holz Berlin-Brandenburg (LBHBB) begrüßt diese konsequente Umsetzung, sieht jedoch noch Hürden für das Bauen mit Holz im Vergleich zu den fortschrittlichen Bundesländern wie Berlin.  

„Wir begrüßen sehr, dass die Landesregierung Brandenburg Wort hält und einen Teil der Vereinbarungen im Koalitionsvertrag mit der Novellierung der Bauordnung umsetzen will”, so Denny Ohnesorge, Vorsitzender des Landesbeirats.  

Aus dem zuständigen Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung heißt es: “Innovatives Bauen mit Holz wird leichter, da es künftig in allen Gebäudeklassen bis zur Hochhausgrenze möglich wird.” Der Landesbeirat sieht aber weiterhin Hürden für das Bauen mit Holz, die am besten auf Ebene der Bauministerkonferenz zu lösen sind: „Die in der Praxis weit verbreitete und ressourcenschonende Holztafelbauweise darf in der Gebäudeklasse 5 nicht verwendet werden und die Bauordnungen der Nachbarländer Berlin und Brandenburg unterscheiden sich weiterhin. Damit ist die Aufstockung von Bestandsgebäuden mit der ressourcenschonenden und auch in Berlin und Brandenburg verbreiteten Holztafelbauweise zunächst nicht ohne Ausnahmegenehmigung möglich. Dies erschwert insbesondere den kleinen und mittelständischen Brandenburger Unternehmen das Bauen mit Holz, die auf diese Bauweise spezialisiert sind.“  

Der Landesbeirat werde sich weiterhin im Gespräch mit den Ländern Berlin und Brandenburg für eine einheitliche Umsetzung des Baurechts und für das gleichberechtigte Bauen mit Holz einsetzen.

Weitere Informationen zur Novellierung der Bauordnung finden Sie auf der Seite der Landesregierung Brandenburg hier.