Wald und nachhaltiges Holz

Brandenburgs Landesfläche ist zu rund 37% mit Wald bedeckt. Auf den verbreiteten Sandböden wächst vornehmlich die (Wald)Kiefer (Pinus sylvestris). Diese große Fläche sorgt dafür, dass jede Minute durchschnittlich 20 m³ Holz nachwächst und genutzt werden kann. Statistisch steht jeder 8. Baum Deutschlands in Berlin/Brandenburg.

In einem wirtschaftlich genutzten Wald wachsen dank natürlicher Verjüngung oder gezielter Aufforstung stetig neue Bäume nach – mindestens so viele, wie entnommen werden. Dieser wichtige Grundsatz ist im deutschen Waldgesetz ebenso wie in den meisten europäischen Gesetzgebungen fest verankert. Holz ist also dank gelebter Nachhaltigkeit eine unerschöpfliche Ressource.

Holz ist nachhaltig

Seit etwa 20 Jahren haben sich über die Gesetze hinaus mehrere Zertifikate etabliert, die weitergehende Kriterien für Nachhaltigkeit definieren und besondere Anforderungen stellen. PEFC® und FSC® sind im Handel den meisten Käufern bekannt. Sie zertifizieren die Lieferkette von der Forstwirtschaft bis zum fertigen Produkt. Es gibt spezifische Anforderungen der Zertifikate: Der Holzeinschlag muss legal sein (in Deutschland selbstverständlich, der Bezug ist hier z.B. um Tropenholz), den strengen Prinzipien der Nachhaltigkeit und Vorgaben zur Bewirtschaftung genügen. Die Zertifizierungssysteme bewerten die Baumartenwahl, die Bestandspflege, die Holzernte und die Logistik. Sie kümmern sich ebenso um Kriterien des Naturschutzes wie um die Einhaltung sozialer Standards. In Brandenburg sind 323.741 ha verteilt auf 52 Waldbetriebe nach PEFC® zertifiziert. Dies entspricht rund 29% der Waldfläche.