Das Cluster Forst- und Holz

Ein „Cluster“ ist die Summe seiner ähnlichen und zusammenhängenden Teile – und so besteht das Cluster „Forst und Holz“ aus der Forstwirtschaft, dem Druckerei- und Verlagsgewerbe und der Holzwirtschaft. Dabei ist die deutsche Holzwirtschaft wiederum sehr differenziert und unterscheidet sich in Rohholzverarbeitung und weiterverarbeitetem Holz und Holzprodukten. Die Wertschöpfungskette reicht von der Säge-, Holzwerkstoff- sowie Zellstoff- und Papierindustrie über die Möbel- und Packmittelindustrie sowie die Handwerksbetriebe und den industriellen Holz- und Holzfertigbau bis hin zum Vertrieb durch den Handel und die Makler. Der Kreislauf schließt sich durch das Recycling von Altpapier und Holz.

In Berlin-Brandenburg steht das Cluster mit etwa 23.000 Beschäftigten an achter Stelle der Branchen. Von den rund 6.000 Unternehmen sind die meisten mittelständisch geprägt. Insbesondere für die Verarbeitung von Rohholz sind in den 90er Jahren mehrere große Verarbeitungsbetriebe entstanden, die vorwiegend das heimische Kiefern oder Buchenholz verarbeiten. Zu diesen Betrieben zählen zum Beispiel die Holzwerkstoffhersteller Swiss Krono Heiligengrabe, Pfleiderer GmbH und Fiberboard GmbH in Baruth sowie die Sägewerke der Klenk Holz AG (zur Binderholz GmbH gehörend), ROBETA-Holz OHG in Milmersdorf, Holzindustrie Templin GmbH und dem Sägewerk Bohm.

Aber auch in der Weiterverarbeitung zu Bauholz und Fertighäuser gibt es mehrere Brandenburgische Betriebe wie die Bullinger GmbH und die Optiz Holzbau GmbH (Knauf Gruppe) in Neuruppin. Darüber hinaus sind zahlreiche Zimmerei- und Holzbaubetriebe in Berlin und Brandenburg aktiv und schaffen Arbeitsplätze auch in den ländlicheren geprägten Regionen.